Was die Überdramatisierung angeht, kann ich nur mit ja und nein zustimmen.
Ja, einiges wird überdramatisiert. Teils ist es aber auch vom jeweiligen Nachrichtendienst abhängig, wie sie die Aussagen der Politik darstellen. Das macht es schwierig objektive Berichterstattung von subjektiver Meinung zu trennen. Die Aussagen der jeweiligen Politiker lass ich jetzt mal außen vor.
Nein, einiges wird nicht überdramatisiert. Das Gefahrenpotential des Virus ist nun mal Fakt. Auch wenn der tödliche Verlauf der Krankheit für die jüngere Generation bzw für bestimmte Altersklassen weniger bis kaum da ist. Eine Sensibilisierung sollte dennoch stattfinden. Und genau hier ist das Problem, eine Einsicht findet nicht bei jeden statt.
Damit fängt es schon mit dem Lockdown an. Und glaub mir, ich bin ebenfalls einer, dem dieser Lockdown so herrlich auf die Nerven geht. Dennoch halte ich die weitgehenst ein. Ebenso wie diese Maskenpflicht. Und wir haben die super tollen FFP3-Masken im Institut. 
Um mal eine andere, objektive, Perspektive zu zeigen, kann man hier verschiedene Gedankenexperimente machen. Natürlich extrem vereinfacht, aber nicht von der Hand zu werfen:
1.) Infektionszahlen steigen --> Lockdown --> Komplette Bevölkerung zeigt Verständnis --> Infektionszahlen sinken rapide --> kein Nachweis des Virus --> Pandemie überstanden
2.) Infektionszahlen steigen --> Lockdown --> überwiegende Bevölkerung zeigt Verständnis --> Infektionszahlen sinken --> vereinzelter Nachweis vom Virus --> Pandemie unter Kontrolle
3.) Infektionszahlen steigen --> Lockdown --> Hälfte der Bevölkerung zeigt Verständnis --> Infektionszahlen sinken langsam und erreichen nach einer Zeit ein Plateau --> Pandemie zwar unter "Kontrolle", aber Ausbreitung immer noch zu hoch
4. Infektionszahlen steigen --> Lockdown --> Teile der Bevölkerung zeigt Verständnis --> Infektionszahlen sinken kaum --> Beginn exponentielle Ausbreitung --> Pandemie nicht mehr unter Kontrolle --> geringe Wahrscheinlichkeit von Mutationen
5.) Worst case: Kein Verständnis --> unkontrollierte Ausbreitung --> erhöhte Wahrscheinlichkeit Mutation
Punkt 1 ist natürlich der Idealfall, welcher nicht ganz erreicht werden kann. Aktuell denke ich, dass wir uns so zwischen Punkt 3 und 4 befinden.
Der Punkt Mutation, nun ja, sollte man den vernachlässigen? Ehrlich gesagt, nein, auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist. Voraussetzung ist natürlich, dass ein Selektionsdruck existieren muss, so dass der mutieren von sich aus mutieren will bzw. auch wird. Dennoch können spontane Mutation auftreten, wie uns die Evolution schon des öfteren gezeigt. Genau die Wahrscheinlichkeit dieser Spontanität könnte erhöht sein, wenn die Infektionszahlen zu hoch und sich exponentiell bewegen.
Man könnte jetzt noch weitere Szenarien darstellen, das würde aber den Rahmen sprengen und für den weiteren Verlauf keine Effizienz haben.
Fakt ist nun mal: Es wurden politische Fehlentscheidungen getroffen, sei es jetzt der Zeitpunkt vom Lockdown, die Impfstrategie oder weil die Politik am Anfang der Coronaphase viel zu spät reagiert hat. Es ist aber auch Fakt, dass der Otto-Normalbürger seinen Teil dazu beigetragen hat. Jugendliche, denen die Maßnahmen quasi egal sind und sich trotzdem getroffen haben; Die Verschwörungstheoretiker, die das gemeine Volk noch weiter anstacheln; Oder einfach Bürger, die sich in ihren Grundrechten eingeschränkt fühlen, nur weil die sich nicht mit ihren Freunden/Verwandte treffen oder nach draußen für Sport/Freizeitgestaltung oder ihr Konsumverhalten nicht ausleben können.
Mir persönlich gibt es etwas zu denken, was passieren wird, wenn wirklich mal richtiger pathogener Keim auftaucht, dessen Gefahrenpotential von Corona erheblich übersteigt. Nimmt das den gleichen Verlauf wie jetzt?
Ich gebe zu, einige Punkte sind etwas idealisiert. Nixdestotrotz sind das Punkte, über die man mal nachdenken sollte. Übernimmt die Politik die alleinige Schuld für den Verlauf der aktuellen Coronaphase? Ein definitives: NEIN. Wie wir damit umgehen, spielt eine erhebliche Rolle und bestimmt ebenfalls den Verlauf der Pandemie wie die Entscheidung der aktuellen Regierung.
Hierzu möchte ich auch Position zu einigen Posts nehmen:
Auf die Coronahandlungen der Merkeldiktatur gebe ich keinen Cent mehr.
Willkürliche Grenzwerte waren der letzte Tropfen der meine Meinung zum umkippen brachte.
Massenhafte Tote nach den "Zwangsimpfungen" in den Altenheimen werden relativiert. Ich bin ja knapp 30 Jahre in der DDR großgeworden, aber die Propaganda die ich heute medial erlebe, dürfte die 200 Prozentmarke der DDR mehr als übersteigen. Tud mir leid, dieses BRD System ist kränker als es die DDR je war.
Diese Grenzwerte sind mittlerweile nicht mehr richtig up to date und liefern hinsichtlich der Pandemie einen Richtwert. Ein Wert, an dem man sich orientieren kann, wie der Verlauf der Pandemie voran oder zurück schreitet. Weiterhin einen Grenzwert zu setzen, halte ich ebenfalls für überflüssig, weil dieser im aktuellen Zeitraum kein Maßstab mehr für einen Lockdown liefert. Darüber scheiden sich aber noch die Geister.
Du bezeichnest das BRD-System als krank? Welches System haben wir genau? Ein demokratisches System. Wir sind diejenigen, die das System gestalten indem wir die Leute, die unseren Interessen anhand von Wahlprogrammen, in die Regierung wählen. Deine Aussage ist viel zu verallgemeinert, als dass sie wirklich Gewicht bekommen kann. Du vergleichst die aktuelle BRD mit der DDR. Allein das ist schon "Fehler", weil dazwischen Jahrzehnte liegen. Da ist keine Vergleichbarkeit, weil allein die Mentalität schon eine andere war. Außerdem, wie soll ein Fortschritt vonstatten gehen, wenn man die aktuelle Lage mit "alten Zeiten" vergleicht? Man schaut nach vorne und nicht zurück.
Also warum die Schuld das System geben? Das System ist gut, nur die Leute sind diskutabel. Wir haben die Möglichkeit, dass zu ändern, wenn unsere derzeitige Regierung nicht gefällt. Nur: Das macht keiner oder ist keinem so richtig klar. Die Masse entscheidet.
Eins noch und dieser Punkt stößt mir ein wenig sauer auf. Du redest von Propaganda in den Medien, aber selber bezeichnest du die BRD als kränker im Vergleich zu DDR. Das ist auch eine Form von Propaganda.
Des Weiteren vertrete ich die Ansicht: Wenn einem das System nicht gefällt, steht es jedem frei zu gehen.
Wenn ich der Politik hier ebenfalls überdrüssig werden sollte, dann kann ich mich entweder dafür engagieren selber was ändern zu wollen oder einfach zu gehen.
Irgendwie habe ich immer mehr das Gefühl, das die BRD ihre ungeliebten Alten wegspritzen will und zeitgleich ihre, jedwede Satirezeichnung von Natur aus übertreffenden, hässlichen Politiker zum melancholischen Dreinblicken und auch dem sich dem sich gegenseitig des Nichtgenugtunsvorwerfens verdonnert hat.
Ich sehe einfach nur noch Euthanasie, die hinter Krokodilstränen gebilligt wird.
Eine sehr zynische Sichtweise. Kannst du diese Euthanasie auch belegen? Ehrlich gesagt, ist eine viel zu überspitzte Aussage. Hier läuft viel Scheiße, aber es gibt weitaus bessere Beispiele auf der Welt, bei denen das Wort Euthanasie besser zu trifft.
Wieso lässt sich eine Impfdosis nicht aerosolieren ?....Nee, ich glaube es heißt eigentlich respirieren, ist aber auch scheißegal.
Die letzte " ""Pandemie"" " an die ich mich erinnere verhieß Kinderlähmung.
Um die erfolgreich zu bekämpfen -und sie wurde erfolgreich bekämpft die Kinderlähmung- reichte ein mit Spatzenpisse getränktes Stück Würfelzucker verabreicht in Turnhalllen.
Heute benötigt man 84.303 Ärzte um 7.902 Impfdosen, die vorgeblich im Anschluss an eine in -70°C geleistete Vorkühlung bei Raumtemperatur durch 7 cm lange Nadeln in 5 cm dicke (lol) Arme 90 jähriger Vulneratzepipoläer einzustechen.
Die sind doch alle bekloppt !
Uff, Satire? Ernst gemeint? Nach neuen Urherber-Reform, müsstest du es als Satir kennzeichnen. 
Spaß beiseite. Aber auch hier alles überspitzt dargestellt. Ich bin da persönlich ein Freund von, aber nicht bei sensiblen Themen, die das Meinungsbild der breiten Masse ins Negative beeinflussen kann. Jeder normale Mensch kann sich denken, dass die Impfdosis bei der Temperatur nur gelagert wird und nicht mit -70 °C verabreicht wird.
Zum Abschluss:
Ich habe nicht alle Aspekte in diesem Post einfließen, wie z.B. der wirtschaftliche Aspekt etc. Das würde ja auch den Rahmen sprengen. 
Ich hab aber versucht, so objektiv wie möglich an dieses Thema ran zu gehen und zwar aus folgendem Grund:
Wir leben in einer "Social Media"-Zeit und diese Art von sensiblen Themen sollte so objektiv wie es nur geht behandelt werden. Es ist nicht mehr so wie damals, ja ich vergleiche gerad selber etwas von vergangenen Jahren ^^, das überspitzte Darstellungen auch wirklich nur als überspitzte Darstellungen aufgefasst werden. Gefühlt, werden die heutzutage mehr als Belege für irgendwelche Theorien gebraucht/missbraucht oder finden zu Sympathisanten ihrem Weg, die eine weitaus extremere Sichtweise vertreten als mit dem eigenen Post eigentlich gewollt.