• ....hat gut angefangen, denn ich habe mich mit meiner, beinahe 87-jährigen Mutter, endlich wieder vertragen, und wir beide haben uns darauf geeinigt, das das Leben zu kurz ist, um ein langes Gesicht zu machen.

    Unser Treffen heute Morgen war eine Freude über eine ehrlich gemeinte Umarmung und das Wissen darum, dass man die Zeit, die einem noch bleibt darauf verwendet, sich daran zu erinnern, was beide unzertrennlich macht.

    Das ist weiß Gott nicht immer leicht, denn ich selber bin beinahe alt, und empfinde genau wie sie den Stolz, der jeden Menschen gefangen nimmt, der sich sagt:

    "Ich schaffe das auch ohne Dich !"


    Ich liebe es, wenn Menschen sich lieb haben. Und wenn das funktioniert, dann gibt es nichts, was wirklich erschüttern kann denn dann hat man sich ja trotzdem.

    Dafür reicht ein liebevoller Gedanke, oder eben eine Umarmung.


    Ich wünsche allen Kontromisslosen ein frohes neues Jahr !


    :lift:

    wenn'se wissen was ich meine
    dujunowattaimien


  • Ehrlich gesagt bin auch ich froh, das 2025 nun endlich hinter mir liegt, denn auch für mich bestach das zurückliegende Jahr durch Unwegsamkeiten, auf die ich mich nicht rechtzeitig vorbereitet hate.

    Ein Beispiel von vielen:

    Ich hatte im August 2025 Nachzahlungen zu meinen Energiekosten i.H. von nahezu 3000€ zu stemmen, an denen ich bis heute zu knabbern habe. Sprich, ich musste einen Kredit dafür aufnehmen, ohne das ich auch nur einen Cent für Konsum davon übrigbehalten hatte.

    Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass ich mich auch ein wenig darüber geärgert habe, dass ich nicht rechtzeitig, wie bspw. Robert, alles daran gesetzt habe, einer solchen Misere rechtzeitig durch Installationen wie z.B. Solar-Paneele entgegen zu treten.

    "Denn welcher heut sein Blut mit mir vergießt, der soll mein Bruder sein"

    William Shakespeare - Heinrich der V.

    :ritter:

  • ....ist das Jahr, wo ich mich dazu entschlossen habe, einen Strich unter die Rechnung meines aktiven Berufslebens zu machen.

    Ursprünglich war ich der Meinung, dass ich um neue Kräfte gewinnen zu könnnen, mir einfach nur eine 2-jährige Auszeit gönnen müsste.

    Das hat sich in diesem Land bedauerlicherwiese als Trugschluss entpuppt, und ich habe nunmehr entschieden, das ich mich ab Mitte Mai 2026 aufgrund meines depressiven Gesundheitszustandes erneut in stationäre, psychotheraputische Behandlung begeben werde, um mir eine Erwerbsminderungsrente zu sichern.

    Das mag auf den ersten Blick unvernünftig wirken, aber mittlerweile sieht es so aus, dass in den nächsten Jahren einem solchen Vorhaben immer häufiger der Riegel vorgeschoben wird, und da ergreife ich lieber rechtzeitig diese Gelegenheit, bevor mir selbst diese Tür vor der Nase zufällt

    Was sind die Konsequenzen für so einen Schritt ?

    In erster Linie wohl zunächst einmal klare Verhältnisse an denen es mir gerade fehlt wenn es umdie finanzielle Absicherung geht.

    wenn'se wissen was ich meine
    dujunowattaimien


  • Heute bin ich 60 Jahre alt geworden.

    Und anstatt mich darauf zu besinnen, dass ich mich eigentlich aus dem Berufsleben verabschieden wollte, habe ich vorhin tatsächlich noch einmal eine Bewerbung abgeschickt.

    Die Katze lässt das mausen nicht, und ich fühle mich bis heute irgendwie immer noch nicht im Rentnermodus.

    wenn'se wissen was ich meine
    dujunowattaimien


  • Alles gute von uns beiden zum 60. Geburtstag :birthday:

    Mit 60 (2022) habe ich auch meine letzte Bewerbung geschrieben und Erfolg gehabt. Das wünschen wir Dir auch.

  • (Maria 1957)


    Am heutigen Tag ist mein Mutter 87 Jahre alt geworden, und Sonnenfisch und ich wollten es nicht versäumen, heute Morgen mit einem kleinen Geschenk (Kräuter aus unserem Garten) kurz bei ihr vorbeiszuschauen und zu gratulieren.

    Meine Mutter (Maria) ist eine wirklich toughe Frau, die unzählige Höhen und Tiefen erlebt hat, und sie meist tapfer meisterte.

    Als wir ankamen, hielt sie zunächst erschrocken die Luft an, weil dieser Tag ohnehin ein sehr komplizierter werden wird denn immerhin sind meine 3 Geschwister und ein Schwager anwesend, und diese Konstellation bietet, wie schon seit Jahrzehnten, Zündstoff für Streitigkeiten.

    Und weil wir das wissen, haben wir ihr sofort versichert, dass wir nur zum schnellen Gratulieren vorbeigekommen sind, worüber sie wirklich erleichtert erschien und wir hielten uns tatsächlich auch keine 5 Minuten bei ihr auf.

    Nun könnte man das schnell in den falschen Hals bekommen und denken, dass wir die Streitauslöser sind, was aber mitnichten der Fall ist.

    Vor gut 35 Jahren, unmittelbar nach unserer Hochzeit, hatten wir beschlossen, meiner Ursprungsfamilie den Rücken zuzukehren, weil diese Familie schlichtweg an sich selbst erkrankt war und immer nur Streitigkeiten heraufbeschwor, die aber niemals geklärt wurden.

    Allen voran stand seit den 1970er Jahren die alles bestimmende Alkoholsucht meines, in 2010 gestorbenen Vaters und seine frühe Entscheidung darüber, dass ich, der Aufbegehrende, der Kern allen Übels war.

    Es sei wie es sei, und wir wünschen es Maria von ganzem Herzen, dass sie heute einen harmonischen Tag erleben wird.

    Tatsächlich ist sie die letzte Überlebende dieser Generation in unserer Verwandschaft, und genau das lässt sie nahezu jeden Tag an ihren bevorstehenden Tod denken, worum wir sie definitiv nicht beneiden, denn das kannten wir bereits von meinem Schwiegervater, der, als er der Letzte seiner Generation war, in Schwermut verfiel.

    Ich hoffe sehr, dass meine Geschwister es heute hinbekommen nicht ihrer permanenten Egozentrik Raum zu verkleihen, sondern sich darauf verständigen, ihrer Mutter eine schönen und im positivem Sinne, unvergesslichen Tag zu bereiten.

    wenn'se wissen was ich meine
    dujunowattaimien


  • Für heute, gerade einmal 5 Tage später wurden wir von Maria zum Frühstück eingeladen, und wir (Sonnenfisch, Maria und ich) haben es wie immer genossen friedlich beieinander zu sitzen und gemeinsam den vergangenen Samstag Revue passieren zu lassen.

    Zunächst versicherte Maria uns, dass sie froh war, das alles weitgehend harmonisch verlief, aber mit jeder weiteren Viertelstunde die verstrich konnten wir heraushören, das es wieder mal alles andere als rosig war.

    Andererseits kann ich Maria verstehen, dass sie diesen Tag als harmonisch empfand, weil es nicht zu den üblichen Zerfleischungen unter meinen beiden Brüdern kam, wenn sie sich begegnen.

    Aber Harmonie ???? .......Mitnichten :wand:

    Mein jüngerer Bruder hatte eine Anreise von ~600 Kilometer und trat dann bereits wie so oft schon nach 5 Stunden wieder die Rückreise an, obwohl, wie sonst auch, ein Zimmer für ihn und seine Lebensgefährtin vorbereitet wurde.

    Man darf das aber nicht in den falschen Hals bekommen, denn meiner jüngerer Bruder -ein promovierter Molekularbiologe, der aber viel lieber Schauspieler geworden wäre- ist seit jeher ein egozentrischer Stinkstiefel, der gern auf theatralische Abgänge setzt und dann seinem Umfeld die Schuld an seinem Lebensversagen gibt.

    Schauspieler wäre er fast geworden, und er hatte sogar eine 2 -Minuten Rolle in der WK2-Verfilmung "Unsere Müter, unser Väter" von 2012, in der er einen polnischen Partisan spielte, und worauf er unsagbar stolz war, und wovon er bis heute noch zehren möchte; Danach kam aber nichts mehr in dieser Richtung.

    Ich selber habe diesen Film übrigens niemals gesehen, weil ich mich wahrscheinlich absichtlich weigerte ihn mir anzusehen und ich meinem jüngeren, egozentrischen Bruder einfach so rein gar nichts abgewinnen kann, weil die einzigen Gefühle die er wahrnimmt seine eigenen sind; Ein vollkommen empathieloses Wrack eben.

    Schön aber , dass Maria diesen Tag weitesgehend als angenehm empfand.

    Tapferes Mädchen :applaus:

    wenn'se wissen was ich meine
    dujunowattaimien