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kolibri

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1

Donnerstag, 4. Juni 2009, 21:27

Erwachsenwerden - ein Problem für Eltern

Wie hieß es doch früher, als alles noch besser oder je nach Perspektive auch viel schlechter war: "Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen".
Natürlich ist das ein blöder Spruch, aber er bringt doch etwas zum Ausdruck, was sicher viele Eltern empfinden: Solange die Kinder noch klein sind, haben sie Sorgen, die man meistens (bis auf extreme gesundheitliche) noch irgendwie kontrollieren kann. Als Eltern kann man sozusagen noch "regulierend" eingreifen. Man kann überzeugen, überreden, besänftigen, trösten, wärmen, schützen, Grenzen setzen, Regeln aufstellen und für deren Einhaltung sorgen. Man kann Vorbild sein und Grundlagen schaffen.
Haben die Kinder aber einen gewissen Reifegrad erreicht, dann ist es vorbei mit den Eingriffsmöglichkeiten, ja im Gegenteil, jegliche regulierende, beratende oder selbst nur feststellende Maßnahme oder Äußerung wird als Angriff auf das Selbstbestimmungsrecht gewertet, als einfach nur peinlich und nervtötend angesehen und abgelehnt.
Dabei machen sich die Eltern doch nur Sorgen um das Wohlergehen ihrer Sprößlinge. Sie wollen verehindern, dass der Nachwuchs Schaden nimmt. Kratzer auf der Seele tun weh, das hat man als Vater oder Mutter doch vielfach selbst erlebt. Aha, wird der jugendliche Leser nun denken, Vater und Mutter haben also auch ihre eigenen Erfahrungen gemacht und sie überlebt ... :tongue:
Ach, Junge oder Mädchen: Rauchen, Saufen .... schadet der Gesundheit ... wissen wir aus eigener Erfahrung oder anhand lebender Beispiele ... Eben, denkt der junge Leser, die leben ja auch noch!!!

Ja, Kinder, wisst ihr denn nicht, dass eure Eltern Todesangst haben, wenn ihr unbedingt einen Tag nach Erlangung des Führerschein mit dem alten Auto eures Freundes über die Autobahn zum Nürburgring rasen müsst?
Dass alte Leute in solch irrelevanten Angstzustände verfallen, ist aber doch nicht unser Problem, mögen da die jungen Menschen denken. :rolleyes:

JA, ABER UNSERS!!!!
Mach', was du willst, aber mach' es so gut wie irgend möglich. Katherine Hepburn

Dauntless

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2

Donnerstag, 4. Juni 2009, 22:44

HUHU

Ich denke es ist immer noch die Frage wie alt die Jungen Menschen sind und wie weit die Fürsorge der Etern geht - klar kann man sich als Mutter/Vater Sorgen machen, wenn die Kinder mim auto durch die Gegend juckeln aber es ist auch denke ich ein Vertrauensbeweiß den Kindern gegenüber mal nichts zu sagen, und ihnen zu vertrauen - den wielange soll man als Eltern was sagen ?? ich kann ja schlecht zu meinem 30 jährigem SOhn sagen, dass er langsam fahren soll.
Aber ich denke ab einem bestimmten Alter sollte jeder wissen was er tut - sicherlich haben die Eltern meißtens mehr Lebenserfahrung - aber diese muss ja auch irgendwo herkommen - und letzlich ist es doch schöner zu wissen, dass meine Eltern mir vertrauen, als mich dauernt zu bevormunden ... dann nimmt man auch eher was von ihnen an - dann ist das Verhältnis einfach besser.

Und einige Eltern sollten sich überlegen ob Lebenserfahrung was mit Intelligenz und Verantwortungsbewußtsein zu tun hat - ich kannn mir vorstellen, dass so manch 20 Jähriger bessere Umgangformen pflegt als mancher 40 Jähriger


So Far

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Adonis

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3

Donnerstag, 4. Juni 2009, 22:56

Zitat

Original von Dauntless
ich kann ja schlecht zu meinem 30 jährigem SOhn sagen, dass er langsam fahren soll.


Sie können es ihm sagen, mein Manager, aber er wird Sie dafür hassen oder sich fragen, ob er Sie entmündigen lassen soll, weil Sie langsam nicht mehr zurechnungsfähig sind.

Vielleicht vertrauen manche Eltern ihren eigenen Kindern, aber denen anderer Eltern nicht?

Ihr schönster Hotelgast
:wow: Schönheit ist nur eine Frage der Einstellung 8)

Dauntless

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4

Donnerstag, 4. Juni 2009, 23:03

Hallo werter schönster Hotelgast
es ist eine Freude sie in unserem Hotel strahlen zu sehen =)

Wenn ich doch meinen KIndern vertraue sollte ich doch auch so weites Vertrauen haben, dass sie vernünftige Freunde haben bzw wenn dies nicht der Fall ist, sie sich nicht zu irgendwelchem unsinn hinreißen lassen - immerhin habe ich die Kinder doch dann erzogen und weiß wie sie drauf sind - und wenn mein Sohn mit 30 immernoch fährt wie ne besengte Sau dann nützt es dann auch nichts mehr ihn umerziehen zu wollen - das sollte bereits geschehen sein


Ihr Manager grüßt
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Adonis

Keiner ist schöner

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5

Donnerstag, 4. Juni 2009, 23:10

Damit haben Sie natürlich Recht, mein furchtloser Manager, aber es ist für Eltern bestimmt schwierig einzusehen, dass sie Fehler gemacht haben. Vermutlich ist das das Hauptproblem.

For ever young - Adonis :D
:wow: Schönheit ist nur eine Frage der Einstellung 8)

lucretia

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6

Dienstag, 9. Juni 2009, 00:33

Es ist als Elternteil immer schwer die richtige Balance zwischen Fürsorge, Verständnis und Liebe und Verboten und Kontrollen zu halten.

Ich habe die Erfahrung gemacht, daß schlaflose Nächte sich einfach nicht vermeiden lassen. Grenzbereiche werden ausgetestet und trotz besserem Wissen auch einmal überschritten.

Kinder müssen einfach wissen, daß sie sich in jeder Situation auf uns Erwachsene verlassen können. Wir versuchen sie zu schützen und auch zu beschützen, aber wir müssen auch lernen los zu lassen und Vertrauen in unsere Kinder zu setzen.

Kinder sind vielen Einflüssen ausgesetzt und nicht immer sind gerade die eigenen Eltern als Berater oder Beschützer gefragt.

Einfach ist das für beide Seiten nicht und geht auch nicht ohne Enttäuschungen ab, aber macht nicht gerade dieser Prozeß das Miteinander so lebendig und spannend?

Liebe Grüße Luc
Den unverbesserlichen Optimisten gehört die Welt ;-)

Adonis

Keiner ist schöner

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7

Samstag, 6. März 2010, 04:03

Die Frage ist aber auch: Wieviel Spannung und Aufregung können und müssen Eltern aushalten?

Und: Wann hören Eltern auf, sich Sorgen zu machen?

Eigentlich brauchen "Kinder" doch eine gehörige Portion Egoismus (?), um die Wünsche und Ansprüche der Eltern zu vergessen und ihr eigenes Leben zu leben oder besser leben zu können.
:wow: Schönheit ist nur eine Frage der Einstellung 8)

Sunnyi

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8

Freitag, 12. März 2010, 10:00

Ja, das ist ein schwieriges Thema, man ist hin und hergerissen.
Einerseits kann ich verstehen, wenn Kinder im jugendlichen Alter sich langsam
abnabeln wollen und sich nur noch ungern was von den Eltern sagen lassen.
So ging es uns doch ganz genauso!

Andererseits, und da geb ich Lucretia recht,
"Wir versuchen sie zu schützen und auch zu beschützen, aber wir müssen auch lernen los zu lassen und Vertrauen in unsere Kinder zu setzen."

Loslassen würde hier heißen, es mal auszuhalten wenn der Sohn oder die Tochter
mit dem Auto losfährt, ohne :evil: Ermahnungen, denn das komm sicher nicht
gut an und erzeugt eher eine Trotzreaktion. Oder man versucht es anders zu
formulieren. Statt dem 30jährigen Sohn zu sagen "Fahr langsam!",geht doch z.B.
"Ich weiß ja, dass du mit der vorgeschriebenen Geschwindigkeit fahren wirst,
stimmts!" ;)
Oder so ähnlich. :tongue: Käme auf einen Versuch drauf an.
(Soweit mein, wahrscheinlich nicht pädagogisch wertvoller Rat)
Sunnyi :kitty:

"Erwarte nichts. Heute: das ist dein Leben."
Kurt Tucholsky

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sunnyi« (12. März 2010, 10:01)


lucretia

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9

Sonntag, 14. März 2010, 00:08

Zitat

Original von Adonis
Die Frage ist aber auch: Wieviel Spannung und Aufregung können und müssen Eltern aushalten?

Und: Wann hören Eltern auf, sich Sorgen zu machen?

Eigentlich brauchen "Kinder" doch eine gehörige Portion Egoismus (?), um die Wünsche und Ansprüche der Eltern zu vergessen und ihr eigenes Leben zu leben oder besser leben zu können.


Eltern hören glaube ich nie auf, sich Sorgen zu machen. Von meiner Mama höre ich heut ab und an immer noch ein: "Ach Kind" :-)

Wieviel Aufregung Eltern aushalten können hängt glaube ich zum großen Teil davon ab, ob ihr Nachwuchs ständig neue Probleme fabriziert, in welchem Ausmaß diese sind und ob es auch ruhige, quasi Erholungsphasen zwischen Eltern und Kindern gibt.

Von Egoismus halte ich persönlich ziemlich wenig.
Wenn jeder dem anderen Freiheiten zugesteht, sich aber auch an Regeln und Verabredungen hält, dann lässt sich fast alles in Gesprächen und in einem ruhigen Ton klären.

Aber so einfach wie sich das in der Theorie liest, ist es leider in der Praxis nicht.

Ich denke und hoffe, daß Liebe, Nestwärme und gelebtes Vertrauen ihre Früchte tragen und ein harmonisches und glückliches Miteinander möglich machen.
Den unverbesserlichen Optimisten gehört die Welt ;-)

kolibri

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Sonntag, 21. März 2010, 13:14

Vermutlich ist es das Wichtigste, dass Eltern und Kinder immer im Gespräch bleiben.
Dazu sind Vertrauen und Sensibilität notwendig, aber auch ein gewisses Maß an Offenheit. Wer sich vor Verlust fürchtet, wird sehr ängstlich an Probleme heran gehen. Aber auch hier gilt es, Konsequenz an den Tag zu legen, sonst wird man unglaubwürdig.
Mach', was du willst, aber mach' es so gut wie irgend möglich. Katherine Hepburn

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