ob Euch diese Version zusagt.
Ob sie nun wirklich singbar ist, dürft Ihr gern ausprobieren.
Verbesserungsvorschläge sind erwünscht!
POING!POING!
(Fettgedruckte Silben können zum Singen gebunden werden)
1.
Ein rotes Riesen-Känguruh
nahm eines Tags die Tennisschuh
vom Haken ab und sprach im Sprung:
Ich brauche Luftveränderung!
Australien ist ein alter Hut,
doch Afrika, das find ich gut!
Wo auf Palmen kluge Affen
turnend Kokosnüsse raffen,
wo die Mittagsglut unsäglich,
wo der Dschungel unerträglich,
wo die Mücken metergroß
und die Wüste uferlos,
wo Bananen, Kaffeebohnen
und die schwarzen Leute wohnen,
dorthin will ich endlich gehn -
kurz und gut: Auf Wiedersehn!
(BIS HIERHER: Raweika)
2.
Vollgepackt mit lauter Sachen,
die es zum Rucksack-Touri machen,
hüpfte es zum großen Hafen,
wo die Ozeanriesen schlafen.
(So nannte sie sein Großpapa,
der selbst zur See gefahren war!)
Da stand es dann am langen Kai
und fragte eins, zwei oder drei
Schiffe nach dem Reiseziel -
doch es verlangte wohl zuviel.
Empört, weil niemand mit ihm sprach,
ging's einfach seiner Nase nach,
erklomm behend' die nächste Planke
und urteilte nach dem Gestanke:
"Es riecht doch arg nach Affenzoo -
hier geht's bestimmt gen Africo!"
3.
Gut gelaunt und frohen Mutes
suchte es sich dann ein gutes
Plätzchen auf dem Sonnendeck,
bestellte sich 'nen kleinen Snack,
schnappte sich den Liegestuhl
und zog ihn bis zum Swimming-Pool,
legte sich dann rücklings drauf
und tankte sich mit Sonne auf.
Die Menschen jedoch war'n empört
"Das hat man ja noch nie gehört!
Ein Beuteltier, das Cocktails trinkt
und anschließend im Pool versinkt!
Käptn, Käptn, komm doch her behende,
bereite diesem Spuk ein Ende!"
So kam es, daß das Känguruh
fuhr zum Hafen von Timbuktu
4.
Schuften musst's in der Kombüse,
putzen durft’ es das Gemüse.
Als sie schließlich angekommen,
war das Guruh ganz benommen.
Torkelte die Gangway runter -
wurde aber plötzlich munter!
"Hier, du Tier, nimm deine Heuer."
"Jetzt kann's beginnen, das Abenteuer!"
(BIS HIERHER: Abalone)
(In Afrika )
Zuerst sah es ein Krokodil,
das aß am liebsten Pferd mit Nil.
Dann traf es auf ein Dromedar,
das oben ganz verbogen war.
Als aller Lopen Gegenteil
Bot sich die Anti-Lope feil.
Ein großer, dicker Elefant
gab ihm den Rüssel statt der Hand.
5.
Er sagte: Welcome! Bien viennue!
Hier brauchst du keinen Paraplü!
Viel eher einen Parasol,
sonst geht es dir schon bald nicht wohl
Nur die Viper kriecht mit Wonne
durch die heiße Mittagssonne!
Da sank dem Känguruh der Mut.
Doch endlich rief es: Und mein Hut?
Ich flocht ihn einst aus Bast und Stroh -
schützt er mich denn nicht ebenso?
Schließlich: - Was vor Sonne feit,
das taugt doch auch zur Regenzeit!
So schlief es in der großen Hitze
den Schwanz in einer Bodenritze,
tief im Schatten krummer Bäume,
den Schäd’l voller Beutelträume:
(BIS HIERHER: Lama)
6.
(Fata Morgana) NEU
Auf seinem Kopf den Sonnenhut
erwachte Poing, sprang frohgemut
- mitten in den Wüstensand,
wo es eine Oase fand.
In den klaren Wassertümpeln
ließ es seine Füße dümpeln.
Aalte faul sich unter Palmen,
wollte grad ’ne Camel qualmen
als eine Stimme es vernahm,
so wohlig weich und voller Charme.
Neugierig blickte PoingPoing auf:
so nahm das Schicksal seinen Lauf.
Es hörte gurrend Damen lachen
Und sah gar keine Haremswachen! J)
Da begann Guruh zu rennen,
wollte sie genau erkennen:
(BIS HIERHER: kolibri)
7.
Sachsenmädel
(Text vorgetragen von Diary große Klasse!!!)
So kam es nun, dass es geschah:
Freund Zufall war bereits ganz nah
in Form von einem Sachsenmädel
mit einem großen Fliegenwedel.
Kaum fassen konnte diese sich
“Nu gugg emohl, däs globste nisch!“
laut rief erstaunt sie immerzu:
„Hier undn gibbts och än guruh!“
(BIS HIERHER:Lama)
Da dacht’ sich’s Känguruh: „Nanu,
geht’s so in Sachsen immer zu?“
Es war verdattert und verblufft,
“Nee, dann ich lieber schnell verduft’
Hier ist die Luft zu weiberschwanger,
da wird mir bang und immer banger!
Schiet auf die Naturalien -
ich will zu(rück nach) mein’m Australien!“
(BIS HIERHER: fratzmaus)
8.
Mit einem Satz an Bord der "Jane",
nach Old Australia solls jetzt gehn.
So dachte sich das Känguruh,
und war von ganzem Herzen froh.
Doch ging der Hopser etwas weit,
und es verfehlt drei Ellen breit,
die Planken von dem Kutter "Jane",
(BIS HIERHER: Nucleus1)
und als es endlich kam zum Steh'n,
auf ’nem Boot voll bunter Leute,
rief schon jemand aus der Meute:
"Willkommen auf der 'Doria'!
Wir fahr'n nach Alexandria
(Gemeinschaftsproduktion Nucleus, DiaryofDreams)
- Alex-WAS?" fragt Kängoo schnell,
(in Geo war es nicht sehr hell).
doch schon gings los zu neuem Ziel
und zwar direkt über den Nil.
9.
Von hieran sollte der Text bis Strophe 13 einschließlich vorgelesen werden.
Ist sooo schön lebendig
Bald schon fing es an zu schwitzen,
sah in der Fern' was Spitzes blitzen
das Wasser war schon fast am Sieden,
da tauchten auf die Pyramiden.
Die Touri's strömten sofort hin,
und unser Poing! war mittendrin.
Um es herum war nur noch brabbeln,
fremde Menschen, die fremd sabbeln,
"Hi, mei name is Mohammed,
and who are you?" frug jemand nett.
"Äh, ich?, ich bin ein Känguruh"
sprach es und fragte "Wer bist Du?"
Da wurd es auch schon mitgerissen,
saß kurz darauf auf weichen Kissen,
die war’n vom Sitzen arg verschlissen
und Mohammed, der grinst gerissen.
10.
Oh, oh, oh, Australia,
ein scheeenes Land. I’ve a brother da!"
Sprachs und rauchte Wasserpfeiffe,
im Zelt stank's nach 'ner Moschusseife,
und Kangoo wurd' total benommen,
sah Mohammed schon ganz verschwommen,
so wurd es völlig ausgehebelt,
und kaufte viel ~ weil voll benebelt.
Und Mohammed, der strahlte gleich,
der war nu nämlich reich wie'n Scheich.
Schon kam der nächste fremde Mann,
und nahm sich uns'res Kängoo's an.
"I show you Camels" sprach der Fremde,
und Poing! wurd' es ganz warm ums Hemde.
"Ich möchte jetzt aber gar nicht rauchen,
wozu sollt' ich dann Camels brauchen?!"
11.
Doch der Fremde nahm ihn mit,
das Ziel war klar, ein teurer Ritt.
"Friend, i am Hassan und das hier..."
er zeigte auf ein großes Tier,
mit 'nen komisch runden Huckel ~
ups, 's waren zwei ~ auf seinem Buckel,
"...das ist ein Kamel, my Dear!"
sprachs, und hob ihn auf das Tier.
Und auf des Kameles Rücken,
sah Kanguruh voller Entzücken,
die Pyramiden, und ~ weiter links,
die alte rätselhafte Sphinx...
Die lag da so mit großen Tatzen,
davor die Touris zogen Fratzen,
Das Känguru war voll Entzücken,
als plötzlich tat's Kamel sich bücken.
12.
Poing! sprang schnelle aus dem Sattel,
aß zur Stärkung noch'ne Dattel,
tat sich von Hassan Fackeln borgen,
sprach „Hör mal, mach Dir keine Sorgen.
Wart hier auf mich, ich hüpf allein
schnell in die Pyramide rein!“
So machte es sich auf die Socken,
hüpft über zwei, drei, vier, fünf Brocken
Mutig sprang Poing! immer weiter
bis es kam zu einer Leiter.
Die führte rauf zu einem Gang -
der dunkel war und ziemlich lang –
an dessen Ende war’ne Kammer
und aus der drang leises Gejammer!
Vorsichtig trat Kängu ein,
und sah sich um im Fackelschein!
13.
„He, wer da!“ rief eine Stimme
streng, und sie klang ziemlich schlimme
„Wer stört MICH, den Pharao,
bei meinem Gang aufs Königsklo?“
Poing! führ der Schrecken in die Glieder,
doch schnell fasste es sich wieder,
„Ich wusste nicht, dass Du hier wohnst
und nicht, dass Du gerade thronst.
Ich weiß, dass sich das nicht sehr schickelt!
Doch sag mal… bist Du schief gewickelt?
Du hast ja überall Bandagen,
war’s ein Unfall mit dem Wagen?“
Die Mumie wurde rot vor Wut,
und Kängu sprach „Ja ja, schon gut!
Leg Dich einfach wieder schlafen,
auf mich wartet mein Schiff im Hafen!“
(BIS HIERHER: DiaryofDreams)
Schehersad, was sagst Du hierzu???
14.
Das Känguruh, noch arg benommen,
ist irgendwie ganz abgekommen,
vom geraden Weg nach Hause
und macht erstmal eine Pause,
vom Wüstensand und Pharao,
im „Blue Crocodile“ in Kairo.
So, als wolle man’s versöhnen,
findet sich, Poing zu verwöhnen,
zu Wasserpfeif’ und Dattelwein,
noch weibliche Gesellschaft ein.
Als die mit den Hüften wackelt
hat’s beim Poing ganz schwer geschnackelt.
Vergessen ist Australia
Kängu, - im Bann von Dahlia-
hofft, erfüllt von Liebesgefühl,
das Kairo ihm gewährt Asyl.
15.
Als der Vollrausch abgeklungen
und Poing aus dem Bett gesprungen,
zerbrach die schöne Traumeswelt,
die Schöne weg und all sein Geld! :-0
- Tränen kullern durch’s Gesicht,
wie’s weitergeht, das wusst’ es nicht.
Die Zukunft sah wüst und öde aus
und Poing seufzt: „Ach wär’ ich zu Haus!
Statt hier durch die Welt zu flitzen,
könnt’ ich beim Uluru sitzen!
Es klagte über’s Varieté,
da hatte es ne starke Idee….:o)
In den lauen Abendstunden,
wollt’ die Lage Poing erkunden
Mit riesiger Känguruh-Power,
kreist’ es um Flugplatz, Rollfeld, Tower.
16.
Poing griff in seinen Lendenschurz
und machte einen Kassensturz
da wurd dem armen Poing-Poing klar
- dass es völlig pleite war.
Da half keine Schuldzuweisung
kein Fluch’n, keine Lobespreisung,
kein Fleh’n und kein Händeringen
konnte Poing nach Hause bringen.
Für Reue war es viel zu späte
da sah Poing eine Rakete….
im Mondlicht silbernglitzernd steh’n
und dachte: „Ja, so könnt' es geh’n!“
schickt’ zum Himmel ein Gebete,
rief „Bye Pharao und Nofrétè!“
In die Rakete klettert’s rein,
entschwand kurz drauf im Mondenschein
(Strophen 14, 15, 16 Schehersad)